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Indianer
 


Neu: "Leonard Peltier":

Leonhard Peltier, ein indianischer Menschenrechtler sitzt seit 1976 im Gefängnis in den USA.

Er wurde des Mordes an zwei FBI-Beamten beschuldigt - eine Schuld, die bis heute nicht erwiesen ist. R.Redford, Mutter Theresa, P. McCartney oder R. von Weizäcker haben sich schon für die Freiheit Peltiers eingesetzt - noch ohne Erfolg.

Die kurze Geschichte der nordamerikanischen Indianer:

Gerade weil die Indianer über eine sehr hoch entwickelte, alte Kultur verfügten, die über viele Generationen weitergegeben und überliefert wurde, konnten sie verschiedene Lebensweisen
entwickeln. So zeigten sie als Wüstenbewohner, Reitervölker und Nomaden, sowie als Wald-bewohner oder Küstenfischer ungeheure Anpassungsfähigkeit.
Einige Stämme bestanden aus Tausenden von Angehörigen, andere Sippen oder Clans nur aus einem Dutzend von Leuten.

Es gab viele hundert unterschiedliche Dialekte (eine Tatsache, die durch die Schöpfungs- Ge- schichte der Navajo- Indianer unterstützt wird) und so verständigten sich viele Stämme durch Zeichensprache.

Es gab feste soziale Strukturen und schon das Äußere sagte viel über Rang und Ansehen aus.
Den weißen Mann jedoch interessierte nur das Land der Ur-Einwohner, sowie dessen Bodenschätze. Ohne Tabu raubten Siedler, Spekulanten, Geschäftemacher und skrupel-
lose Militärs mehr und mehr des indianischen Lebensraumes. Ein Prozeß, der Jahre dauerte, aber nicht aufzuhalten war. Trotz großer Siege - wie am Little Big Horn- River im Jahr 1876 - unterlagen die indianischen Völker der Industrie und demFortschritt des weißen Mannes.

Die "Native Americans" mussten ohne Ausnahme "Friedensverträge" unterzeichen, die
natürlich immer zum Vorteil der Weißen waren.
Das einzige Volk, das bis heute nur ein Waffenstillstands-Abkommen unterzeichnet hat,
sind die "Seminolen" im heutigen Florida. Sie haben sich niemals ergeben.

Heute - nach Zeiten der kulturellen Selbstverstümmelung und des indianischen "Säufer-
Klischees", besinnen sich die alten und jungen Generationen mehr und mehr auf ihre Wurzeln und Legenden, auf ihre Geschichte und die Überlieferungen.

Die Indianer sind wieder auf dem Kriegspfad. Auf dem Kriegspfad des 21. Jahrhunderts.



Während diverser Touren durch die USA, besuchte ich Indianer-
Reservationen, wie sie nicht unterschiedlicher sein konnten: "Vorzeige- Locations" wie bei den "Navajo" in Arizona, "Crow" in Montana oder unscheinbare und kleine Reservationen wie "Allegany" und "Tuscarora" in New York.

Im abgelegenen und berüchtigten "San Carlos" - Reservat in Arizona traf ich auf ein Volk, das noch sehr zögerlich mit seiner eigenen Geschichte umgeht.

Diese Apachen schienen hin - und her gerissen zwischen Misstrauen und Neugier.
Sie waren sehr freundlich und der Tribal- Sheriff schien regelrecht besorgt, als er uns fragte, ob wir uns verfahren hätten.

Nicht umsonst heißt es bei den Apachen: "Hon-dah" - Sei mein Gast.
Trotzdem schienen hier weiße Touristen relativ unbekannt zu sein.
Noch seltener verirren sich Besucher in die "Badlands" in South Dakota. Dort befindet sich
der ärmste Distrikt der Vereinigten Staaten: Die "Pine- Ridge"- Reservation.

Allerdings befinden wir uns hier auch in einer der wichtigsten Gegenden der indianischen Geschichte:
Hier lebt die Nation der "Sioux", die sich selber "Lakota" nennen. Hier fand 1889 die letzte "Schlacht" der Sioux statt. Genauer gesagt: Das Massaker vom "Wounded Knee", beim dem betrunkene US-Kavalleristen über 200 halbverhungerte, kranke Menschen abschlachtete. Der größte Teil davon waren Alte, Frauen und Kinder, die sich längst ergeben hatten.

Hier war 1973 der größte "Indianer - Aufstand" der Neuzeit, als Mitglieder der "AIM" (American Indian Movement) aus Protest gegen die Indianerpolitik der Regierung diesen
Heiligen Platz besetzten. Das zuständige FBI antwortete mit ca. 40.000 Schüssen Munition aus hoch- technisierten, automatischen Waffen.
Eines jedoch gilt noch heute: "Wounded Knee is not for sale!"
Außer vom Tourismus leben viele indianische Gemeinden heute auch vom Glücksspiel.

Nun locken geschäftstüchtige Indianer weiße Amerikaner in ihre Reservationen und nehmen ihnen in indianischen Casinos zwar nicht den Skalp, aber immerhin das Geld.
Das perfekte Beispiel dafür fand ich bei der "Seneca"- Nation in Connecticut:

Hier sind die Seneca sogar der größte Arbeitgeber für Weiße in der Gegend, denn Personal wird in der Reservation jede Menge gebraucht. Speziell für "Foxwoods" - das gigantischste Casino-Hotel der Welt! (Mitten im Wald ein Komplex, wie ich ihn in diese Größe nicht einmal in Las Vegas gesehen habe).

Nicht weit davon findet sich ein hoch- modernes Kulturzentrum und Museum, in dem die Geschichte des Stammes eindrucksvoll dargestellt wird. Unter anderem finanziert durch die Glücksspiel- Einnahmen. Die Jungs ziehen wirklich perfektes Business durch.

Fotos von diesen Besuchen könnt Ihr unten auf dieser Seite sehen.
Interessante Internet- Seiten über Indianer: Siehe "Linkliste" - Indianer

Film- Tipps:

  • Fivehundred Nations (Dokumentation)
  • Der gebrochene Pfeil
  • Der Mann, den sie Pferd nannten
  • Der mit dem Wolf tanzt
  • Die Rache des Wolfes
  • Halbblut
  • Geronimo
  • Rauchzeichen
  • Shadow- Hunter
  • Tanz mit einem Mörder
  • Zwei Cheyenne auf dem Highway





    Navajo Indian Reservation, Arizona


    Navajo Führer Elwood, Utah


    Petroglyphs at Navajo Indian Reservation, Arizona


    Wupatki Pueblo Ruins, Arizona


    Grandma at Navajo Indian Reservation, Arizona


    Hogan (Rundbau) at Navajo Indian Reservation, Arizona


    Holgiwood and Lakota at Wounded Knee, South Dakota


    Kiva (Zeremonienraum), Mesa Verde Pueblo,Colorado


    Pine Ridge Indian Reservation, South Dakota


    Pueblo at Walnut Creek Canyon, Arizona
    Crow Indian Reservation, Montana